19. Juli 2006 – Vom Norden in die arktische Klimazone

Strecke:

Gamvik – Tana Bru – Vadso – Vardo – Hamningberg (402 km)

Bericht:

Nach einer stürmischen Nacht besuchten wir den Leuchtturm und stellten uns direkt davor – mit freien Blick Richtung Norden. Es ist schon ein eigenes Gefühl zu wissen dass zwischen uns und dem Nordpol nur mehr Wasser ist – und der Wind ist auch nicht zu verachten. Danach brachen wir auf und besuchten das Gamvik Museum. Museen dieser Art darf man sich nicht wie die üblichen Museen vorstellen. Es sind meistens adaptierte Lagerhäuser, in denen das ganze alte Zeugs aus der Umgebung gesammelt und liebevoll aufbereitet wird. So auch in Gamvik. Hübsche, alte Ausstellungsstücke erzählen die Geschichte von diesem Ort. Man sieht alte Haushaltsgeräte, Jagdwerkzeuge, Boote, auch ein paar präparierte Tiere sind ausgestellt. Es steht auch ein alter Diaprojektor herum, mit dem man alte Dias aus der Umgebung von Gamvik betrachten kann. Man setzt sich auf alte Kisten und schaltet manuell Dia für Dia weiter – das alleine war schon den Besuch des Museums wert. Zusätzlich arbeitet dort ein Biologe aus Südnorwegen, den es seit 6 Jahren nach Gamvik verschlagen hat. Ein äußerst netter, hilfebereiter und redegewandter Geselle, der sichtlich Freude daran hatte, uns ein paar interessante Informationen und Tips weiterzugeben. Auch einen Stockfisch mussten wir kosten. Zusammenfassend solltest Du, falls Du in diese Gegend kommst, das Museum unbedingt besuchen. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, statt dem touristisch sehr erschlossenen Nordkap, das einsame Gamvik als nördlichsten Punkt zu wählen.

Nach Gamvik fuhren wir dieselbe Strasse retour, auf der wir gekommen sind. Das heisst, wieder das endlose Fjell mit einer endlosen (10km) Schotterpiste – unsere bereits bekannte Baustelle. Hier erlebten wir auch einen 200%igen Temperatursprung – von 2°C auf 6 °C.

Nach Ifjord gelangten wir auf das Ifjordfjell – ein wunderschönes, farbenprächtiges Hochplateau (ca. 350m). Türkis, Rot, Braun, Grün, Gelb, … in allen Schattierungen zeigt sich hier die Natur. Da sich hier auch die Weidegründe der Samen befinden, fuhren wir an der einen oder anderen Rentierherde vorbei.Die Strasse nach Vardo verläuft der Küste entlang und ist sehr einsam. Hie und da taucht ein kleines Fischerdörfchen auf. An Vardo vorbei, eine wunderschöne Strasse nach Hamningsberg. Vorbei an zerklüfteten Felsen, tosender Brandung verläuft sie – Science Fiction Fans könnte die Gegend bekannt vorkommen. Da wir uns hier bereits in der arktischen Klimazone befinden, haben wir auch die Möglichkeit, den Tundraboden (Permafrost) zu bewundern und betasten. Dank für den Tip mit der Strasse an unseren Freund vom Museum in Gamvik – er meinte, sie ist die Schönste in der Finnmark. Entlang dieser Stasse fanden wir auch ein Plätzchen zum Nächtigen.

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