Freitag, 27. Juli 2018

Ein frohes Erwachen: Draußen scheint die Sonne, und der Nachbar vis-a-vis genießt, wie fast jeden Tag, stundenlang die Aussicht auf den Parkplatz. Heute haben wir fast den ganzen Tag „frei“, daher nutzen wir die Zeit, das vulkanologische Museum von PK zu besuchen und danach in das Zentrum von PK vorzudringen. Abends werden wir von Anton und Olga abgeholt – wir fahren zu den Vulkanen. Die Entfernung von der Wohnung zum Zentrum beträgt ca. 5 km. Wir gehen bei einer neuen Kirche vorbei, nehmen eine Abkürzung und können alte Plattenbauten, eine Schule und verfallene „Häuser“ besichtigen. Das Museum zeigt sich von außen sehr unscheinbar – wie auch später die englischsprachige Führung. Natürlich ist die nächste englischsprachige Führung erst in ca. 2 Stunden, daher gehen wir noch ein bisschen die Gegend erkunden. Die Führung ist interessant und sehr kompetent, die Wissenschaftlerin, die uns führt, hat den Charme von Lavagestein – wahrscheinlich ihrer Tätigkeit zu verdanken.

Nach dem Museum gehen wir Richtung Zentrum, um wieder einer Militärveranstaltung beiwohnen zu können, diesmal unter dem Schutz von Wladimir Iljitsch Lenin, der den Platz als riesige Statue überwacht. Es werden Kampfsporteinlagen präsentiert und fallweise rote Rauchbomben gezündet. Nach dem Spektakel gehen wir zur Bucht und lassen uns dort ein Stella Artois schmecken. Wir trödeln herum und machen Fotos.

Es wird Zeit, wieder Richtung Wohnung zu gehen, da wir heute Abend abgeholt werden – es geht Richtung Gorely und Mutnovsky. Beim Vorbeigehen noch einen schnellen Becher Kwas trinken und bei Asphaltierarbeiten zusehen. Immer wieder ist ein schönes Panorama zu bewundern, im Vordergrund PK, im Hintergrund die angrenzenden Vulkane.

Es ist endlich soweit. Um ca. 7 Uhr abends holen uns Anton und Olga ab, wir verstauen unser Gepäck und auf geht es, Richtung Vulkan Gorely. Vorher noch in ein Lokal, in dem Anton Bier kauft. Etwas ungewöhnlich für uns ist, dass das Bier aus Zapfhähnen in eine PET-Flasche gefüllt wird. Es dämmert bereits, wir fahren auf eine Schotterpiste. In der Dunkelheit biegt plötzlich Anton links ein, mitten in den Wald. Wir erkennen eine schmale Straße, die schlussendlich zu einer Art Campingplatz führt. Es haben mehrere Leute die gleiche Idee, die Hütten sind ausgebucht. Wir schlagen unser Zelt auf, am Waldrand, mitten im Bärengebiet … Danach werden wir sofort von den Besuchern des Platzes, alles russische Einwohner, sehr, sehr herzlich empfangen. Wir werden auf unserer ganzen Reise die russische Seele als sehr gastfreundlich kennenlernen. Sofort müssen wir uns zu der Gruppe gesellen und zusammen einen sehr schmackhaften Eintopf essen. Zu späterer Stunde werden Bärengeschichten erzählt und Instrumente ausgepackt. Zwei Besucher sind versierte Musiker, sie spielen auf Gitarren lokale Weisen. Wir fühlen uns sehr wohl und gehen nach einem langen Tag schlafen – gespannt auf das, was uns noch erwarten wird. Für morgen planen wir den Besuch des Pools auf diesem Platz, der von einer heißen Quelle gespeist wird.

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